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Deutscher Meister 2009 + 2010 der A-Jugend
2010-06-24 12:41
Am Freitag, 18. Juni gegen 15.30 Uhr war es
endlich soweit: Die Fahrt ins "Ungewisse" zum Final Four nach Bad
Wildungen (Hessen) begann. Es lag ein "Aroma" von gespannter
Vorfreude in der Luft. Trainer Shorty Linde hatte jedoch im Vorwege schon
allein das erneute Erreichen der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft als
"den" eigentlichen Erfolg eingestuft, so das alles Weitere nur noch
"Sahnehäubchen seien".
Die freundschaftliche mannschaftliche Geschlossenheit, die die Truppe
auszeichnet und ein Trainer, der es beherrscht, jedes einzelne der Mädchen mit
Spaß am Handball zu Höchstleistungen zu motivieren, ließ jedoch vom Einzug ins
Finale träumen.
Obgleich unser Halbfinalgegner, der Gastgeber aus Bad Wildungen, sich nicht
wirklich abschütteln ließ und hartnäckig "nur" Führungen von zwei bis
vier Toren zuließ, hatte man wegen der von der Mannschaft ausgestrahlten
Souveränität nie ernsthaft das Gefühl, um den Spielverlust fürchten zu müssen.
Gegen Mitte der zweiten Halbzeit hatte unsere Mannschaft dann die Offensive der
Gastgeber fest im Abwehrgriff, so dass unsere Führung dann bis zum Schluss auf
34 : 24 ausgebaut werden konnte.
Da Spandau es im zweiten Halbfinale nicht vermochte, sich gegen den starken HC
Leipzig durchzusetzen, hieß es, sich im Finale den im Vorfeld als Favoriten
genannten Sächsinnen zu stellen.
Das Finale gegen Leipzig war vom Verlauf her fast ein Spiegelbild unseres
Halbfinales, nur noch intensiver, temporeicher und kämpferischer.
Wenn Nane Sibbersen und Jana Franzke mit sich und ihren Leistungen im
Halbfinale noch selbst unzufrieden waren, konnten doch beide im Finale wieder
glänzen. Die Eine durch einige Glanzparaden, die Andere durch die ihr eigene
Dynamik von der sich so mancher Flitzbogen eine Scheibe abschneiden konnte.
Aber es ist fehl am Platze nur einzelne Spieler hervorzuheben. Shorty und sein
Team haben mit akribischer Analyse die Taktik erarbeitet, Catharina Volquardsen
und Fenja Jensen mit geschickten Tempowechseln und Übersicht die Mannschaft auf
dem Feld geführt, Sarah Schäfer mit kraftvollem Durchsetzungsvermögen
überzeugt, Franzi Miegel mit bekannten Sambarhythmen die Außenverteidigung
ausgetanzt, Chrissy Amend - wie schon so oft ? zwei ganz wichtige Siebenmeter
unschädlich gemacht und auch Lisa Detert, Lisa Radomski und Lea Woch wussten
die sich ihnen bietenden Chancen frech und ohne zögern zu nutzen. Christina
Schmidtke hatte die starke Leipziger Kreisläuferin gut im Zaum und konnte auch
vorne eine Menge Zählbares auf die Liste setzen.
Bezeichnend für den Teamgeist war jedoch, dass die Mannschaft der bis dahin
torlos gebliebenen Kaddy Petersen den letzen Siebenmeter schenkte, den sie ganz
cool und souverän verwandelte und sich diebisch darüber freute.
So konnte der Meistertitel dann mit dem Ergebnis von 32 : 26 errungen werden.
Die Heimfahrt gestaltete sich dann denkbar fröhlich und ausgelassen. So manches
Liedgut wurde in die richtigen Verse gebogen und kam manchmal auch eher laut
als schön aber trotzdem mit voller Inbrunnst über die Stimmbänder.
Besonderer Dank gilt auch den Daheimgebliebenen, die den Heimkehrern mit
Wunderkerzen und Silvesterraketen einen herzlichen Empfang bereitet haben.
Trotz der mitternächtlichen Stunde wurde dann noch ein Stündchen gefeiert.
Mir selbst bleibt abschließend nur noch festzustellen, dass die Gastgeber des
Final Four in Bad Wildungen es verstanden haben, ein gelungenes Finalwochenende
zu organisieren und zu gestalten, das allen Protagonisten sicher noch lange in
Erinnerung bleiben wird.
Auch gilt ein Dank an alle Sponsoren ohne deren finanzielle Unterstützung ein solcher Erfolg wohl nicht denkbar gewesen wäre.
kt/Tb.
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